Category Archives: accessory

Atoo

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Ich könnte die Bilder stundenlang ansehen. Es war einfach phantastisch, Uta wiederzusehen. Das passiert nicht sehr oft, Uta ist quer durch die Welt unterwegs und nicht so häufig in ihrer Heimatstadt. Aber jetzt hatte ich gleich doppelt Glück: Sie war sogar in Stimmung für mich zu modeln. Darauf hatte ich heimlich gehofft und die Pulswärmer lagen schon bereit. Das Design ist genau auf sie abgestimmt. – Beim Fotografieren habe ich dann auch mehr auf Uta als auf die Pulswärmer geachtet. Und so sind Bilder von einer lieben Freudin, die ganz hübsche Pulswärmer trägt und nicht Bilder von einem tollen Design, das von einer ganz hübschen Freundin gemodelt wird, entstanden. Immerhin ist es ehrlich, danach war mir viel eher. Ahem. Natürlich ist es für diejenigen von euch, die mehr an den Pulswärmern interessiert sind, nicht ganz so praktisch. Ich hoffe, ihr könnt trotzdem das Wichtigste erkennen. Immerhin habe ich daran gedacht, vor dem Fotoshoot, nach dem Uta die Pulswärmer gleich anbehalten hat, noch ein Foto von einem der Pulswärmer zu machen, damit man die Konstruktion gut sehen kann:

I like these pictures a lot. It was good to see Uta, an old friend back from school, again during the holidays. It´s something that doesn´t happen all that often; she´s travelling the world. And I was lucky enough that she felt like modeling for me. I had hoped for that. The cuffs were designed with her in mind. – I admit that I got a bit carried away and took pictures of a beautiful friend wearing nice cuffs rather than taking pictures of a great design modeled by a beautiful friend. It was honest but not too great for those of you who are interested in the cuffs. I hope you can still make out what you need to know. At least I had the presense of mind to take a picture of one cuff before I gave the finished pair to Uta. This shows the construction:

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(Zuerst wollte ich pinke Zöpfe verwenden, ihr ahnt warum. 😉 ) Die Pulswärmer lassen sich wirklich sehr einfach nebenher stricken und eignen sich gut als Projekt für unterwegs oder zwischendurch. Sie werden in zwei Schläuchen gearbeitet, der eine mit feinem Lacegarn und der andere mit Garn in Sockenwollstärke. Dann werden beide Schläuche verbunden und die Maschen als I-Cord abgekettet. Schließlich wird ein Zopf duch den I-Cord gefädelt, der einen netten Akzent setzt. Aber der  beste Teil der Pulswärmer ist der Picot-(Mäusezähnchen-)Anschlag. Dadurch wirken die Pulswärmer zart und elegant, ohne dass es überladen wäre. Leider haben meine wunderbaren Teststrickerinnen bemerkt, dass der Anschlag dazu neigt umzuklappen. Aber wir haben dafür eine ganz befriedigende Lösung gefunden. Und so steht´s jetzt auch im Muster. Wenn euch das jetzt neugierig macht, könnt ihr gern die Diskussion vom Teststrick hier nachlesen.

(Im Zweifelsfall kann man direkt nach dem Anschlag immer noch ein oder zwei Runden links stricken. Da klappt dann nix mehr.)

(I had contemplated using pink braids – I am sure you´ve already guessed why. 😉 ) The cuffs are wonderfully simple and relaxing knits. Two tubes are worked separately in stocking stitch, one in fingering and one in lace weight yarn. Then they are joined and the stitches are bound off with I-cord. A braid that is thread through the I-cord makes the width at the upper end somewhat adjustable and sets a nice accent. But the best part of these cuffs is the picot cast-on. It gives them a delicate touch. Alas, my test knitters found that the cast-on edge tends to curl. After intense research and study ( 😉 ) we found a nice solution for that. I put it into the pattern. If you are curious, you can read the whole discussion here.

(If in doubt, add one or two purl rounds right after the cast-on. There won´t be any curling after that.)

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Ich selbst hatte keine Probleme mit klappenden Rändern. Ich denke, das liegt an dem Garn, das ich verwendet habe: Geilsk bomuld og uld. Es ist nicht sehr stark verzwirnt und trotzdem glatt. Das Maschenbild ist sehr einheitlich. Ich kann es wirklich sehr empfehlen. Es verbindet die besten Eigenschaften seiner Bestandteile: Das Gestrick wird weich wie Baumwolle und gleichzeitig warm und leicht wie Lammwolle. Allerdings wächst es nach dem Waschen ein wenig. Daher unbedingt die Maschenprobe anfeuchten und trocknen lassen, bevor sie ausgemessen wird!

I had not had that issue at all with the fingering yarn I was using: Geilsk bomuld og uld. It´s a low twist yarn with great stitch definition. I highly recommend it. It combines the benefits of both fibres: It´s soft like cotton and at the same time warm and light as wool. However, it will grow a bit through blocking, so make sure to wash your swatch the same way you are planning to wash your cuffs to get the correct gauge.

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Der Name für die Pulswärmer stand schon fest, bevor ich die Erkältung, die ich erwähnt habe, bekommen habe. Trotzdem, als ich einer Freundin erzählt habe, dass ich an A-too arbeiten würde, hat sie mir “Gesundheit!” gewünscht. 😉 – Die Idee war, das Design nach Uta zu bennen. Aber weil das kein internationaler Name ist, habe ich ihn einfach verlautsprachlicht und dann, weil ich´s irgendwie cool fand, rückwärts aufgeschrieben: Atoo. 🙂 Ihr findet alle Details und das Muster auf Ravelry.

I found the name for this design even before I got the cold I mentioned. Still, when I told a friend that I was working on my new design “A-too”, she said “bless you!”. 😉 But it´s not a cold, it´s a design. The idea was to name it for Uta. And since her name is simply unpronouncable for English tongues – at least you´d never have guessed that “Uta” is Ootah, emphasis on the first syllable, would you? – So I said it backwards and wrote it down just as it sounds.  Here are the Atoo cuffs for you. Enjoy!

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muk

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Als ich dieses herrlich goldene Garn von Shibui zum ersten Mal gesehen habe, hatte ich direkt eine vage Idee von einer kleinen, vom Jugendstil inspirierten Strick-Kollektion. Beim Designen habe ich an die Frauen in den Bildern des tschechischen Malers Alfons Maria Mucha gedacht und mir vorgestellt, was sie wohl im Winter tragen würden. Daher auch der Name Muk. Für “Mucha”, und zwar so verändert, um es der englisch-sprechenden Zunge nicht zu schwer zu machen. 😉

When I first saw a skein of this beautiful shining golden Shibui yarn, I had a vague idea of a small Art Nouveau inspired knitwear series. And so I designed the Muk (pronounced “mook”) accessory set while pondering what the women in the pictures by a Czech painter of the epoch, Alphonse Mucha, would wear in winter. Muk is for Mucha. Get it? 😉

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Mucha hat einen verspielten, romantischen Stil mit vielen klaren und zarten Linien, wie sie für den Jugendstil typisch sind.

Mucha has a playful, delicate style, with a lot of clear-cut lines, as are typical for the Art Nouveau.

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Das war also meine Vorgabe für das Muk-Set. Und führt Anja im Bild oben rechts nicht die ultimative Mucha-Pose vor?

So that is what I went for in the Muk set. And isn´t Anja demonstrating the ultimate Mucha-pose in the close-up of her head?

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Das Set besteht aus Schal, Mütze und Pulswärmern. Auf Ravelry finden sich alle Angaben zum Wollverbrauch, zur Maschenprobe und andere wichtige Informationen sowie mehr Bilder und natürlich das Muster selbst. (Man braucht kein Mitglied zu sein, um die Seite sehen zu können.) Und bis zum 6. Januar gibt es 20 % Festagsrabatt!

The set contains a scarf, a hat and cuffs. There will be plenty of information on the yardage, gauge and other technical information, as well as more pictures and the pattern itself on Ravelry (no worries, you do not have a member to see all that). And from now until January 6th the pattern will be available with a discount of 20%!

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Ich bin super glücklich mit der Wolle, die ich ausgesucht habe, Shibui staccato. Die Farbe nennt sich “flaxen”, also flachsfarben. Im richtigen Licht schimmert sie fast golden. Der Schimmer geht natürlich auf den Seidenanteil von dreißig Prozent zurück. Die Wolle an sich ist weich und fluffig. Probiert sie unbedingt mal aus, wenn ihr noch nie mit ihr gestrickt habt!

And I am more than happy with the yarn I used, Shibui staccato. The colourway is named “flaxen”. In the right light it shines almost golden; the shine, of course, is partly due to the rather high silk content of thirty per cent. The yarn really is lovely to work with. It is soft and squishy and has a great stitch definition. I highly recommend to try it out!

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Das Muster oben im Bild ist das Falzmuster (englisch “welting pattern”). Wie der Name sagt, besteht es aus Falzen beziehungsweise gewellten Querrippen. Die Falzungen im Gestrick entstehen dadurch, dass jede zweite Masche über drei oder mehr Reihen abgehoben wird. Dann folgt wieder eine Reihe rechte Maschen. Man sieht sie im Bild nicht, weil es die Rückseite zeigt. Dort bilden die abgehobenen Maschen ein Karomuster, das ich sehr effektvoll finde. Es ist das Muster für das Set. Aber dass ich die Rückseite von einem Muster verwende, bedeutet auch, dass man den Beanie auch auf links gedreht tragen kann. Leider habe ich vergessen, davon ein Foto zu machen. Und ich habe das Set schon an Anja verschenkt. Die Maschenprobe ist längst aufgeribbelt. Ihr müsst also mein Wort dafür nehmen, dass es so ist.

Viel Spaß beim Stricken im Jugendstil!

The stitch pattern in the image above is the welting pattern. As the name says, it produces a welted fabric. This is achieved by slipping every second stitch for a number of rows. I used the wrong side as right side as I like the checked effect of the slipped stitches a lot. This also means that the hat can be worn inside out for a welted look. Sadly I forgot to take pictures of that and now I have already given away the accessories to Anja. I even unraveled my swatch to make the most of the yarn I had and don´t have that either to take a picture of. So please take my word for it, and have a great time knitting your own Mucha-style accessories!

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